2. Atlas zur Gleichstellung in der evangelischen Kirche in Deutschland
Eine gerechte Gemeinschaft von Frauen und Männern – dieses Ziel rief die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland 1989 auf ihrer Tagung in Bad Krozingen aus. Damit war der Grundstein für eine aktive kirchliche Gleichstellungsarbeit gelegt, in den einzelnen Landeskirchen wie auf EKD-Ebene. 2015 erschien mit dem „Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland“ eine erste, umfassende Bestandsaufnahme zur Repräsentanz der Geschlechter im kirchlichen Leben. 2025 folgt nun eine aktualisierte Fassung. Wie steht es um die 1989 ausgerufenen Ziele heute?
Eine Kooperation des Studienzentrums der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie mit der Konferenz der Gleichstellungsstellen und Genderreferate in den Gliedkirchen der EKD
Aktualisierter Gleichstellungsatlas
Neue Zahlen und Fakten
Der „2. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche“ nimmt die Geschlechterverhältnisse unter folgenden Schwerpunkten in den Blick:
• Das kirchliche Leben
• Wer leitet die Kirche?
• Kirche als Arbeitgeberin
Download Gleichstellungsatlas:
Wer führt? Wer fehlt? Wer findet den Ton?
Zur Auswertung des aktualisierten EKD-Gleichstellungsatlasses
Der „2. Atlas zur Gleichstellung in der evangelischen Kirche in Deutschland“ präsentiert Zahlen und Daten zur Repräsentanz von Frauen und Männern* auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens. Wo aber liegen die besonderen Knackpunkte für Gleichstellungsarbeit und Kirchenentwicklung? Diese Frage hat das Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie im vergangenen Quartal mit wechselnden Expert*innen im Format Atlas2Go online diskutiert. Drei Themenkomplexe wurden ausgeleuchtet: „Frauen* in kirchlichen Leitungsämtern“, „Männer* im Ehrenamt – Männer* im Pfarramt“ und „Gleichstellung in der Kirchenmusik“.
Hier finden sie die ausführlichen Nachberichte der Sessions – mit zentralen Learnings, Grafiken und weiterführenden Impulsen.
Nachbericht – Session 1
Wer führt? Frauen* in kirchlichen Leitungspositionen
Wie hat sich die Leitungskultur in der Kirche in den vergangenen zehn Jahren entwickelt? Welchen Beitrag leisten Frauen* in Leitungspositionen?
Der Nachbericht zur ersten Session fasst zentrale Ergebnisse des aktualisierten EKD‑Gleichstellungsatlasses zusammen und zeigt, wie sich die Repräsentanz von Frauen* in kirchlichen Leitungsämtern verändert hat. Ergänzend geben Nina Lubomierski und Bettina Schlauraff Einblicke in ihre beruflichen Erfahrungen und diskutieren strukturelle Faktoren, die Beteiligung ermöglichen oder begrenzen. Aus der Diskussion gingen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung von Gleichstellungsstrategien – von geteilten Leitungsmodellen bis hin zu praxiserprobten Maßnahmen – hervor.
Nachbericht – Session 2
Wer fehlt? Männer* im Ehrenamt | Männer* im Pfarramt
Wo sind Männer* in kirchlichen Strukturen vertreten? Welche Bedeutung hat ihre Perspektive für Gleichstellungsarbeit?
Im Nachbericht zur zweiten Session können Sie nachlesen, wo und wie Männer* in kirchlichen Strukturen vertreten sind und welche geschlechterbezogenen Dynamiken sich im Ehrenamt sowie im Pfarramt zeigen. Die Diskussion beleuchtet unter anderem ihre Unter- bzw. Überrepräsentanz in verschiedenen kirchlichen Handlungsfeldern, strukturelle Hemmnisse für Engagement sowie Entwicklungen im Pfarrberuf. Expert*innen aus Praxis, Wissenschaft und der Männer*arbeit geben Einblicke in aktuelle Herausforderungen und Ansatzpunkte für eine geschlechterreflektierte kirchliche Gleichstellungsstrategie.
Nachbericht – Session 3
Wer findet den Ton? Gleichstellung in der Kirchenmusik
Wie gestalten sich Geschlechterverhältnisse in der Kirchenmusik? Welche strukturellen Faktoren prägen Ausbildung, Karrierewege und berufliche Praxis?
Der Nachbericht zur abschließenden Session gibt darüber Auskunft, welche Beobachtungen und Erfahrungen zu geschlechterbezogenen Dynamiken im Berufsfeld Kirchenmusik diskutiert wurden. Neben Daten aus dem aktualisierten EKD-Gleichstellungsatlas sowie aktuellen Studien zum Thema standen Perspektiven aus Leitung, Hochschullehre, Studium und ehrenamtlicher Praxis im Fokus. Die Beiträge der Gäste verdeutlichten, wo Fortschritte sichtbar sind, welche Barrieren weiterhin bestehen und welche Fragen sich für eine gleichstellungsorientierte Weiterentwicklung der Kirchenmusik stellen.
Zusatzmaterialien
HANDOUT
Infografiken zu Frauen in der evangelischen Kirche, auf mittlerer Leitungsebene, im geteilten Leitungsamt, in Vorsitzen, Teilzeitbeschäftigung und der hauptamtlichen Kirchenmusik
Quiz
Was tippen Sie: Wie ist es um die Gleichstellung in Leitungsämtern der evangelischen Kirche in Deutschland inzwischen bestellt?
Testen Sie Ihr Wissen in sechs Schritten.
Gleichstellungs-Monitoring – die Reihe
Seit 2014 erfolgt innerhalb der EKD ein kontinuierliches Gleichstellungs-Monitoring. Es liefert Zahlen und Fakten darüber, wie sich Geschlechtergerechtigkeit im kirchlichen Leben entwickelt (hat). Auf den ersten „Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland“ folgten die beiden historisch ausgerichteten Ergänzungsbände „Gleichstellung im geistlichen Amt“ (2017) und „Frauenwahlrecht in der Kirche“ (2019). 2020 erschien die Zwischenauswertung „Wer leitet die Kirche?“. Weitere Meilensteine, etwa zu Gleichstellungsfragen rund um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, sind in Planung.
Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland
Eine Bestandsaufnahme
Gleichstellung im geistlichen Amt
Ergänzungsband 1 zum Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland
Frauenwahlrecht in der Kirche
Ergänzungsband 2 zum Atlas zur Gleichstellung von Frauen und
Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland
Wer leitet die Kirche?
Tabellenband mit aktualisierten Daten zum Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland
Weiterführende Projekte
Auf Basis des Gleichstellungs-Monitoring wurden besondere Problempunkte identifiziert und in verschiedenen Formaten gezielt weiterbearbeitet. So etwa die auffällige Unterrepräsentanz von Frauen auf der mittleren Leitungsebene und das mögliche Wirken von Geschlechterstereotypen bei Wahlen in kirchlichen Leitungspositionen.
Ansprechpartnerin
Dr. Kathrin Wahnschaffe-Waldhoff

















